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Jubiläumsweg Bechen - BERGESCHE JONG - Remscheid

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Jubiläumsweg Bechen – Auf historischen Pfaden durch das Bergische Land - Ein Wanderweg zum 850-jährigen Ortsjubiläum

Anlässlich der Feierlichkeiten zum 850-jährigen Bestehen des Kürtener Ortsteils Bechen im letzten Jahr wurde ein besonderer Rundwanderweg geschaffen: der Jubiläumsweg Bechen. Das Projekt entstand mit Unterstützung der Tourismusorganisation „Das Bergische“, des Sauerländischen Gebirgsvereins (SGV) sowie der Tourismusförderung der Gemeinde Kürten.

Die rund 13,7 Kilometer lange Wanderroute verbindet die historischen Orte und Hofschaften des ehemaligen Kirchspiels Bechen miteinander und führt durch eine abwechslungsreiche Landschaft. Weite Ausblicke, historische Gebäude, stille Waldwege, idyllische Bachtäler und die beeindruckende Kulisse der Großen Dhünn-Talsperre machen diese Tour zu einem besonderen Erlebnis für Naturfreunde und Heimatinteressierte gleichermaßen.

Die Strecke ist durchgehend mit einem stilisierten „E“ markiert und kann problemlos in beide Richtungen begangen werden. Ausgangs- und Endpunkt ist der Dorfplatz beziehungsweise Wanderparkplatz an der Odenthaler Straße 2 in Bechen.
Das Eselsdorf Bechen
Bechen ist ein Ortsteil der Gemeinde Kürten im Rheinisch-Bergischen Kreis. Überregional bekannt ist der Ort vor allem durch sein Wahrzeichen – den Esel. Die Bezeichnung „Eselsdorf“ geht auf eine alte bergische Überlieferung zurück, um die sich bis heute verschiedene Geschichten und Legenden ranken.
Seit dem Jahr 1983 begrüßt eine Eselsskulptur Besucher am Wanderparkplatz im Ortszentrum. Sie erinnert an die traditionsreiche Geschichte des Ortes und ist zugleich ein beliebtes Fotomotiv. Der Esel begleitet Wanderer symbolisch mit einem „E“ auf ihrem Weg durch die Landschaft rund um Bechen.

Durch den historischen Ortskern
Vom Dorfplatz aus führt der Weg zunächst durch den Pastoratsweg. Schon nach wenigen Metern passieren wir das Alte Pastorat, ein ehemaliges Pfarrhaus, das von der langen Geschichte des Ortes zeugt. Nach etwa 600 Metern wartet bereits der erste Anstieg der Wanderung. Die rund 200 Meter lange Steigung führt auf eine Anhöhe, von der sich erste schöne Ausblicke auf die umliegende Landschaft eröffnen. Der Weg verläuft anschließend über gut ausgebaute Wirtschafts- und Waldwege weiter durch die sanft gewellte Kulturlandschaft des Bergischen Landes. Vorbei an Wiesen, Feldern und kleineren Waldstücken erreichen wir die Hofschaft Knappstockberg, die wir rechts liegen lassen. Kurz darauf beginnt ein längerer Abstieg in Serpentinen hinunter zum Vorbecken Hohemühlen.

Naturidylle am Vorbecken Hohemühlen
Am Vorbecken angekommen eröffnet sich ein reizvoller Blick auf die ruhige Wasserfläche. Eingebettet zwischen bewaldeten Hängen und offenen Wiesen liegt das Gewässer nahezu unberührt in der Landschaft. Die friedliche Atmosphäre lädt zu einer ersten Rast ein. Besonders an windstillen Tagen spiegeln sich Himmel und Bäume im Wasser und schaffen eine beeindruckende Kulisse. Der Kontrast zwischen den offenen Flächen und den angrenzenden Waldgebieten verleiht diesem Abschnitt einen besonderen Reiz.

Über Richerzhagen zur Dhünnhochfläche
Wir folgen zunächst der Straße in östlicher Richtung nach Richerzhagen. An der ersten Wegekreuzung führt die Route links über einige Stufen hinauf in den Wald. Oben angekommen treffen wir auf die Verbindungsstraße zwischen Richerzhagen und Müllenberg. Von hier bieten sich beeindruckende Ausblicke über die Dhünnhochfläche und den Staudamm der Großen Dhünn-Talsperre. Die weitläufige Landschaft vermittelt ein Gefühl von Ruhe und Weite, wie man es im Bergischen Land nur selten findet. Hinter dem ersten Haus in Müllenberg verlassen wir die Straße wieder und folgen einem Teilstück der alten Verbindung nach Plätzmühle. Kurz vor einem Absperrtor zweigt der Wanderweg nach rechts ab und führt über weitere Stufen in ein abwechslungsreiches Waldgebiet.

Durch stille Siefentäler zur Halbinsel
Nun beginnt einer der landschaftlich reizvollsten Abschnitte der Tour. In ständigem Auf und Ab wandern wir durch zwei tief eingeschnittene Siefentäler. Die schmalen Täler mit ihren kleinen Wasserläufen sind typische Landschaftsformen des Bergischen Landes und bieten Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. An einer Weggabelung kurz vor Viersbach zweigt die SGV-Route D6 nach rechts ab. Der Jubiläumsweg führt jedoch weiter geradeaus beziehungsweise links auf die Halbinsel des Staubeckens. Hier erwartet die Wandernden ein echtes Highlight. Der Weg verläuft direkt entlang des Wassers und eröffnet immer wieder neue Perspektiven auf die weitläufige Wasserfläche. Mehrere Aussichtspunkte bieten hervorragende Fotomöglichkeiten und erlauben beeindruckende Blicke über das Staubecken und die umgebenden Wälder.

Die Große Dhünn-Talsperre
Die Große Dhünn-Talsperre zählt zu den bedeutendsten Wasserbauwerken Nordrhein-Westfalens. Sie ist die zweitgrößte Trinkwassertalsperre Deutschlands und versorgt weite Teile des Rheinlandes mit hochwertigem Trinkwasser. Gespeist wird die Talsperre von den beiden Quellarmen der Dhünn. Die ursprüngliche, deutlich kleinere Dhünn-Talsperre entstand zwischen 1960 und 1962. Mit der Erweiterung zur heutigen Großen Dhünn-Talsperre wurde das Projekt im September 1987 offiziell abgeschlossen. Betrieben wird die Anlage vom Wupperverband. Gemeinsam mit dem Sauerländischen Gebirgsverein wurden rund um die Talsperre zahlreiche Wanderwege angelegt, die zu den schönsten Wanderstrecken im Bergischen Land zählen.

Panoramablicke über Wasser und Höhen
Nach einer Rast setzen wir unseren Weg durch Waldpassagen und entlang offener Waldränder fort. Ein weiterer Anstieg führt hinauf auf eine Hochfläche, wo sich plötzlich einer der schönsten Panoramablicke der gesamten Wanderung eröffnet. Von hier aus ist die Wasserfläche der Talsperre gleich auf zwei Seiten sichtbar. Die Kombination aus Wasser, Wäldern und den offenen Höhenzügen der Dhünnhochfläche sorgt für ein außergewöhnliches Landschaftsbild. Anschließend folgen wir der asphaltierten Straße weiter in Richtung Richerzhagen.

Vorbei am alten Sägewerk
Kurz vor dem Ortsende weist die Beschilderung nach links bergauf. Zwischen Feldern, Hecken und Waldstücken erklimmen wir den vorletzten größeren Anstieg des Tages. Der Weg führt anschließend durch eine kleine Siedlung und vorbei an einem stillgelegten Sägewerk. Die Gebäude erinnern an die frühere wirtschaftliche Bedeutung der Holzverarbeitung in dieser Region. Beim Überqueren der Straße ist besondere Aufmerksamkeit erforderlich. Wenige hundert Meter später verlassen wir die Fahrbahn zwischen einer Leitplanke und folgen einem schmalen Weg am Sportplatz des SV Bechen 1930 vorbei.

Durch das Weyerbachtal
Nach dem Sportplatz erreichen wir den Bereich des Campingplatzes. Ein wenig weiter besteht die Möglichkeit, die Wanderung abzukürzen und direkt zum Ausgangspunkt zurückzukehren. Wer jedoch die komplette Runde erleben möchte, folgt dem Weg nach links. Kurz darauf erreichen wir das ehemalige Rittergut Pohl. Rechts am historischen Gebäude vorbei führt die Route hinunter in das idyllische Weyerbachtal. Dieser Abschnitt zählt zu den schönsten Teilstücken des Jubiläumswegs. Der Weg folgt dem naturnahen Bachlauf durch ein ruhiges Tal mit dichtem Baumbestand. Das Plätschern des Wassers, die angenehme Kühle des Waldes und die weitgehend unberührte Natur schaffen eine besondere Atmosphäre.

Letzter Anstieg nach Bechen
Bei Kilometer 11,8 verlassen wir das Weyerbachtal und steigen über die Hofschaft Nelsbach ein letztes Mal bergauf. Oben angekommen folgen wir der Kölner Straße nach rechts und passieren die kleine Maternuskapelle. Über die Alte Schulstraße gelangen wir schließlich zurück in den historischen Ortskern. Wenige Minuten später erreichen wir wieder den Dorfplatz und damit den Ausgangspunkt unserer Wanderung. Hier am Ausgangspunkt haben wir verschiedene Möglichkeiten um uns zu stärken und den Tag angenehm ausklingen zu lassen.

Fazit
Der Jubiläumsweg Bechen verbindet auf eindrucksvolle Weise Naturerlebnis, Heimatgeschichte und landschaftliche Vielfalt. Die abwechslungsreiche Rundtour führt durch stille Wälder, über aussichtsreiche Höhenzüge, entlang der Vorbecken der Großen Dhünn-Talsperre und durch idyllische Bachtäler. Zahlreiche Aussichtspunkte ermöglichen immer wieder beeindruckende Blicke über die Wasserflächen der Talsperre und die sanft geschwungene Landschaft des Bergischen Landes. Trotz einiger anspruchsvollerer Anstiege ist die Strecke für geübte Wanderer gut zu bewältigen. Besonders die Abschnitte an den Vorbecken der Großen Dhünn-Talsperre sowie das romantische Weyerbachtal bleiben nachhaltig in Erinnerung. Wer das Bergische Land von seiner schönsten Seite kennenlernen möchte, findet im Jubiläumsweg Bechen eine rundum empfehlenswerte Wanderung, die Naturgenuss, Geschichte und Erholung auf gelungene Weise miteinander verbindet.

"Bergesche Jong"
Mirko Metzger
Nüdelshalbach 72
42855 Remscheid
0049 - 1722101311
mirko@bergesche-jong.de
(c) 2025 Bergesche Jong
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